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Kurzmeldung – Gewitterunfall / 30. April 1895

Die in den Jahren 1896/97 neu erbaute Schule von Kaponke (Postkartenausschnitt), das Gebäude wird noch heute als Schule genutzt [1]

Die in den Jahren 1896/97 neu erbaute Schule von Kaponke (Postkartenausschnitt), das Gebäude wird noch heute als Schule genutzt

Das erste diesjährige Gewitter entlud sich ebenso früh als heftig hier und in der Umgegend. Namentlich hätte ein Blitzschlag, welcher das Schulhaus in Kaponke traf, recht verhängnißvoll werden können.

Nicht nur, daß der Blitz den Giebel des Hauses herunterschlug, durchfuhr er noch das Klassenzimmer, die Decke des letzteren mehrfach durchlöchernd.

Der Lehrer H., welcher mit seiner Schwester am geschlossenen Fenster der Giebelstube stand, wurde betäubt und theilweise gelähmt, so daß er sofort in ärztliche Behandlung genommen werden mußte, während sich die ebenfalls getroffene Schwester desselben bald erholte.

Wunderbarer- und glücklicherweise zündete der Blitz das fast hölzerne Gebäude nicht an.

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Um welche Angehörigen der Lehrerfamilie H. es sich gehandelt hat, konnte nicht zweifelsfrei in Erfahrung gebracht werden

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Quellen, soweit nicht direkt im Text oder in Bildbeschreibungen angegeben: Posener Tageblatt 1895-05-05 / Seite 3 – www.wbc.poznan.pl/libra