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Samuel Heinrich Jänsch aus Unruhstadt wird gesucht / 1846

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Bremen Gerichtsgebäude – AK Ausschnitt

Jänsch, Samuel Heinr., Müllergeselle aus Unruhstadt im Großherzogthum Posen, wurde im April 1843 mit gefälschtem, auf den Namen Jänschki lautenden Wanderbuche in Bremen angehalten und durch Correspondenz mit seiner heimatlichen Behörde festgestellt, daß er wegen Verdachts des Diebstahls von 298 Silberrubeln 90 Kopeken zu Warschau verhaftet war, jedoch aus dem dasigen Gefängniß entsprungen ist.

Nach Abbüßung einer ihm wegen Fälschung seines Wanderbuches zuerkannten 4-wöchigen Haft wurde Jaensch auf Antrag des Magistrats in Unruhstadt mittelst Zwangspasses dahin gewiesen, ist aber nach einem spätern Schreiben dort nicht eingetroffen.

Bremen, den 14. Dec. 1846 – Der Poliz-Commiss. Schumacher

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Quellen soweit nicht direkt im Text oder in der Bildbeschreibung genannt: Allgemeiner Polizei Anzeiger 24/1847 – in Deutsche digitale Bibliothek