Der “vergessene” Bürgermeister Hartmann – Berichte aus den Jahren 1817-1831

Rathaus bzw. Communalgefängnis der Stadtcommune - 1864 / Bild: Stadtbibliothek Nowy Tomysl

Der jährlich zu erstattende Hauptverwaltungsbericht 1817-1890 – bei ihm handelt es sich um eine Art Rechenschaftsbericht der Stadt. Es werden Einwohnerzahlen mit zuziehenden und abwandernden Bewohnern aufgeführt, über Maßnahmen, die hinsichtlich der Sicherung der Stadt zur Brandverhinderung getroffen wurden wird berichtet, aber auch über das Stadtvermögen. Wir haben zwar nicht die eigentlichen Fragen, die gestellt wurden in ihrem eigentlichen Wortlaut gefunden, jedoch waren die Antworten so aussagekräftig, dass wir nachfolgendes Stadtbild skizzieren konnten. Da einige Antworten sich Jahr um Jahr wiederholten, also keine Abweichungen notiert worden waren, wurden von uns im Artikel nur die Veränderungen mit der entsprechenden Jahrezahl erwähnt.

Neutomischel war zum Zeitpunkt der gefundenen und ausgewerteten Berichte noch eine Mediat Stadt. Dieses bedeutet, dass Neutomischel sich zu diesem Zeitpunkt noch im Privatbesitz befand, die Stadt also gegenüber dem Staat als Besitz des Grafen Felix Szoldrski galt. Im Jahr 1795 war der Stadtgründer und -besitzer Felix Szołdrski  kinderlos verstorben. Die Stadt ging als Erbschaft an Wiktor Szołdrski, einem Enkel von Onkels von Felix Szołdrski. Wiktor Szołdrski verstarb 1830. Seine Erben wiederum waren die minderjährigen Söhne. Włodzimierz (15 Jahre) und Wiktor (13 Jahre).

Ausgewertet wurden Berichte der Jahre 1793-1794 aus der Veröffentlichung  „Opisy Miast Polskich“ von Jan Wąsicki, veröffentlicht in Poznan 1962, die dann ergänzend zu den handschriftlichen Jahresberichten des Bürgermeisters Hartmann welche datiert sind: Neutomysl, den 04 August 1817, 28 Jan 1818, 28 Jan 1819; 21 April 1821, 20 Jan 1822, 1 Feb 1823, 20 März 1824, 2 Februar 1826, 30 Jan 1827, 28 Jan 1828 und letztlich bis 1831 reichen, hinzugefügt wurden, um ein noch vollständigeres Bild der Stadt zu jener Zeit zu erreichen. In den letztgenannten berichtet der Bürgermeister Hartmann “allergehorsamst ” über die Verwaltung des städtischen Polizei -und Gemeindewesen.

Johann Gottfried Hartmann war ein mehr oder weniger “vergessener” Bürgermeister der Stadt.  Bei Recherchen für die “Stadtchronik zum 100 jährigen Bestehen der Stadt” wurde er schlichtweg in der Auflistung “übersehen”, und mit seinem Amtsvorgänger und Namensvetter George Friedrich Hartmann (im Amt 1794, 1806-1812) “verwechselt”.  Als ich in den evangelischen Kirchenbüchern der Gemeinde die als Bürgermeister erwähnten Einwohner der Stadt für den  Artikel “Die ersten Bürgermeister der Stadt” notierte, habe ich den damalig gemachten Irrtum berichtigen können und Johann Gottfried Hartmann, für die von ihm innegehabte Amtszeit von 1812-1832, also immerhin 20 Jahren, in die Reihe der Bürgermeister eingefügt.

Es wurden so weit als möglich, die Original Formulierungen der Berichte verwendet. Eingefügte Kommentare oder für das bessere Verständnis hinzugegebene Erklärungen wurden in Kursivschrift verfasst.

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Art. 1 Neu ***

1827 Neutomysl erhielt ein Wachgebäude nebst Arrest Gefängnis, damit die Widersätzlichen (Gesetzesbrecher) mit Arrest Strafe belegt werden können, was aus den 1793/94 in gutem Zustande befindlichen, aber nicht massiv gebauten 2 Gefängniszellen  geworden ist, wird nicht erwähnt.

Art. 1

Es befinden sich in dem hiesigen Städtchen:

  • 1793/94 – 358 Seelen* – 342 evgl.-luth. Konfession – 16 röm.-kath. Konfession
    • * 2 Eximierte, der Pfarrer und der Cantor, 82 Männer u. Wittwer,
    • 85 Frauen u.Wittwen,
    • 17 unverheiratete Söhne über 10 Jahre,
    • 38 unverheiratete Söhne unter 10 Jahre,
    • 28 unverheiratete Töchter über 10 Jahre,
    • 65 unverheiratete Töchter unter 10 Jahren,
    • 12männliche Domestiken,
    • 22 weibliche Domestiken
  • 1817 —- 597 Seelen — 562 evgl.-luth. Konfession – 35 röm.-kath. Konfession
  • 1818 —- 614 Seelen — 579 evgl.-luth. Konfession – 35 röm.-kath. Konfession
  • 1819 —- 636 Seelen — 600 evgl.-luth. Konfession – 36 röm.-kath.Konfession
  • 1821 —- 664 Seelen — 624 evgl.-luth. Konfession – 40 röm.-kath. Konfession
  • 1822 —- 637 Seelen — 597 evgl.-luth. Konfession – 40 röm.-kath. Konfession
  • 1823 —- 603 Seelen — 561 evgl.-luth. Konfession – 42 röm.-kath. Konfession
  • 1824 —- 609 Seelen — 576 evgl.-luth. Konfession – 33 röm.-kath. Konfession
  • 1826 —- 655 Seelen — 620 evgl. luth. Konfession – 35 röm.-kath. Konfession
  • 1827 —- 627 Seelen — 597 evgl. luth. Konfession – 30 röm.-kath. Konfession
  • 1828 —- 644 Seelen — 598 evgl. luth. Konfession – 46 röm.-kath. Konfession
  • 1829 —- 649 Seelen — 602 evgl. luth. Konfession – 47 röm.-kath. Konfession
  • 1830 —- 666 Seelen — 640 evgl. luth. Konfession – 26 röm.-kath. Konfession
  • 1831 —- 670 Seelen — 636 evgl. luth. Konfession – 34 röm.-kath. Konfession
  • 1832 —- 602 Seelen — 541 evgl. luth. Konfession – 61 röm.-kath. Konfession

Die hiesigen Professionisten (Erwerbstätigkeiten)  bestehen in Tuchmachern, Schneidern, Müllern, Schuhmachern und Handels-Leuten etc.

Art. 2

Die Hauptprofessionisten bestehen in Tuchmachern und Müllern etc., Leineweber sind (da)bei; die Gerbereien betreiben die Schuhmacher als ein Nebengewerbe. 1793/94 ging man etwas detaillierter auf die vertretenen Berufe ein: 5 Bäcker, 1 Böttcher, 1 Färber, 5 Fleischer, 1 Goldschmied, 1 Gürtler,  3 Huf- und Waffenschmiede, 1 Hutmacher, 1 Kürschner, 1 Lohgerber, 3 Materialisten- sie sind auch die Weinhändler, 1 Maurer, 6 Müller, 1 Sattler, 1 Seiler, 5 Schneider, 10 Schuster, 2 Tischler, 1 Töpfer, 2 Tuchhändler, 5 Tuchmacher, 1 Zimmerleut, 1 Apotheker, 1 Barbier u Chirurgi, 1 Gastwirt, 2 Hebammen, 1 Küster, 1 Nachtwächter, 1 Organist. Weiter ist erwähnt, dass man die Ansiedlung von je 1nem Angehörigen der Berufsgruppe Seifensieder, Handschuhmacher, Schlosser, Posamentierer, Knopfmacher und Glaser begrüßen würde.

1828 wird erstmals erwähnt, dass “der Haupterwerbszweig der hiesigen Einwohner der Hopfenbau” und der “damit betriebene Handel“ gewesen ist. 1829 findet sich eine gleichlautende Erwähnung. 1832 wird von der “großen Wohltat des Hopfenbaus” geschrieben.

Leider waren zu dieser Erwähnung bis jetzt keine weiteren Einzelheiten zu finden. Laut den Ausführungen von Joseph Jacob Flatau, und auch den Berichten über ihn, nahm der Hopfenanbau erst ab dem Jahre 1838 seinen Aufschwung und war vor dieser Zeit unbedeutend, dieses steht jedoch im völligen Gegensatz zu den 10 Jahre früher getätigten Erwähnungen.

  • 1818      Von allen diesen erwähnten Professionisten (Erwerbstätigen) ist noch keiner ausgewandert.
  • 1821      … ist ein Bäcker ausgewandert
  • 1823      … sind einige Familien ausgewandert
  • 1824      … sind einige Familien ausgewandert
  • 1826      … keine Auswanderer
  • 1827      … sind 11 Familien ausgewandert
  • 1828      … es sind 2 Familien ausgewandert

Art. 3

Müssen die Bürger wöchentlich den sogenannten Bürgersteig und die Straße, jeder soweit sein Hausbezirk reicht, jetzt fegen lassen. Es ist auch kein Wasser nach der Straße auszugießen damit kein übler Geruch entsteht. Jede Übertretung wird mit 1 Mark Polizeistrafe gerügt.

Art. 4

Die hiesige Schule wird durch den bei der Kirche angestellten Kantor verwaltet; dieses vermutlich schon ab 1793/94, da sich für dieses Jahr im Kirchenbuch ein ähnlicher Vermerk findet. Der öftere (häufigere) Kirchendienst zieht jedoch eine Vernachlässigung des Unterrichtes nach sich. Es wäre zu wünschen, dass ein Rektor in diesem Kirchspiel angestellt werden würde, der zugleich das Schulamt verwaltet. Im hiesigen Ort sind 110 schulpflichtige Kinder, weiter erhöht sich diese Zahl durch die vier Hauländer Gemeinden. So könnte dann von zwei Lehrern erfolgreicher und verbesserter Unterricht erteilt werden.
im Bericht des Jahres 1822 ist der Lehrer der Kantor Zillmann, und es werden 96 schulfähige Kinder erwähnt
im Bericht des Jahres 1823 werden 99 schulfähige Kinder aus der Stadt und zzgl. der aus den Hauländer Gemeinden sind es total  111 Kinder, der Antrag auf die Errichtung einer Elementarschule wird eingereicht
1824es wird nun eine Stadtschule erwähnt, die noch kommissarisch von Kantor Zillmann geleitet wird
1826 – 1ster Lehrer der Kommunal Schule ist der Kantor Zillmann und zweiter angestellter Lehrer der Gottfried Strunz

Art. 5

Wegen der nächtlichen Sicherheit, ist ein Nachtwärter bestimmt, ihn unterstützen drei weitere Bürger bei der täglichen Nachtwache.
1823 stehen dem Nachtwächter 4 Bürger zur Seite

Art. 6

Über die gebotenen Maßregeln der Feuergefahr ist zu deren Vermeidung bestimmt:

  • eine große Feuerspritze, in diese gehen 45 große Eimer Wasser, sie befindet sich im guten Zustand
  • vier große Feuerharken
  • jeder Bürger hat ohnedies einen kleine Handharken, Wassereimer und eine Handspritze

Zur Bedienung der Hauptspritze sind 30 Bürger bestimmt, die diese dann wechselweise bedienen. Die Müller, Zimmerleute, Böttcher und Maurer sind bestimmt zum Abbrechen (von Dächern und Wänden etc. um das Überspringen des Feuers auf Nachbargebäude zu verhindern). Ebenso müssen diese mit den Anschmeißleitern und Äxten erscheinen. 30 Personen gehören (zu der Truppe) mit den Feuerharken. Jeder andere muss mit einem Wassereimer und einer Handspritze erscheinen.
1823 werden 4 Pferde für die Hauptspritze und 14 Pferde für die Wasserschleifen erwähnt

Art. 7

1817 heißt es noch, dass von jedem Bürger 6 Groschen monatlich erhoben werden – zur Unterstützung der Armen – und dass dazu 2 Bürger bestimmt sind, die für die Erhebung und Bewachung des Geldes verantwortlich sind. Ab dem nächsten Jahr, 1818, und in den weiteren Jahren wurde lediglich vermerkt: Die hier befindlichen Armen werden von den Bürgern unterstützt, sodass es keine Bettelei gibt.

Art. 8

Die Straßen befinden sich in einem guten Zustand,  sie wurden dieses Jahr verbessert. Dieses gilt auch für die Brücken. Der Stadtrat hat im vorigen Jahr 1817, Anstrengungen unternommen einen neuen Brunnen anzulegen, zwei Brunnen wurden ausgebessert. 1793/94 befanden sich 6 öffentliche Brunnen und 12 private auf dem Stadtgebiet.

Art. 9

Es werden in unserer Stadt 9 Jahrmärkte abgehalten, Wochenmärkte gibt es keine. Ab 1830 gibt es dann die Erwähnung von Wochenmärkten, diese finden jeweils am Dienstag statt.  1831 werden die Jahrmärkte auf 4 eingeschränkt, die Gemeinde bitte um Rücknahme dieser Anordnung, da dieses erheblichen Einbußen in den Einnahmen mit sich bringt.  Die für die Jahre 1793/94 erwähnten 8 Jahrmärkte werden als sehr bedeutend beschrieben, da sich sehr viele auswärtige Krämer und Viehhändler zu diesen in der Stadt einfanden. Die Besitzer der Stadt erhielten an Stand- und Warengeldern 35 Rtl 2 Gr., welches eine nicht unbedeutende Einnahme darstellte. Ein weiterer Hinweis, der eine Erklärung dafür sein könnte, dass es Neutomischel nicht gelang zu einer wirklich bedeutenden Stadt aufzusteigen, ist, dass der Magistrat sich bemühte Wochenmärkte einzurichten, welches aber immer von den herrschaftlichen Pächtern vereitelt wurde.

Art. 10.

Die Stadt Neutomysl eignet sich nicht als Garnisonsstadt. Alle Stuben in den Wohnungen sind belegt, sodass es keinen Platz für Unterbringungen gibt
1826 – die Stadt Neutomysl qualifiziert sich für eine Eskadron (Schwadron) Einquartierung; in Wirtschaften, die in unmittelbarer Nähe der Stadt liegen, wird Platz für Pferde und Schwadron Angehörige zur Verfügung gestellt

Art. 11

Bis heute sind keine Maßnahmen zur Einrichtung eines Hospitals getroffen worden. Es finden sich keine Pflegebedürftigen für diese in der Stadt.

Art. 12

Die Kämmerei (Stadtkasse) Einnahmen und Ausgaben belaufen sich nach dem Etat für

  • 1817 auf einen Betrag von 214 Mark 25 Groschen
  • im Vorjahr 1816 waren es noch 164 Mark 25 Groschen
  • mithin ist die Mehreinnahme nun 50 Mark
  • im Bericht 1819  28 Mark  3 Groschen
  • im Bericht 1821  28 Mark   2 Groschen  6 Pfennige
  • in den Bericht 1822, 1823,1824, 1826  jeweils 1 Mark 3 Groschen 9 Pfennige

Dieses Plus entsteht dadurch, dass die Hausbewohner an die Stadt durch Observanz (bestehendes Gewohnheitsrecht) höhere Abgaben zahlen, als die Stadt dann an die Kreiskasse abzuführen hat. Die Kämmereikasse erwirtschaftet dadurch einen jährlichen Überschuss von 50 Mark.

Die Abrechnungen sind (von) bis 1816/1823 zur Revision an das Königliche Landratsamt eingereicht.

Art. 13

Die hiesige Bürgerschaft ist noch mit 200 Mark verschuldet.
im Bericht 1819 heißt es, dass die Schulden zum 1. Januar des Jahres beglichen wurden
im Bericht 1822 heißt es – die hiesige Bürgerschaft hat keine Kommunal-Schulden
im Bericht 1823 belaufen sich die Kommunal-Schulden auf 60 Mark
im Bericht 1824 und 1826 bestehen keine Kommunalschulden

Art. 14

Die hiesige Stadt hat keine Werte in Grundstücken und hat solche auch nie besessen

Art. 15

Am 24. März 1813 sind in der Stadt 2 Wohnhäuser und am 10. März 1815 ein Stall abgebrannt. Diese sind wieder nach den polizeilichen Vorschriften aufgebaut worden, dieses jedoch noch nicht endgültig, da die Besitzer dazu zu arm sind. Die ihnen zustehende Bonifikaton (Vergütung hier vermutlich Versicherungsauszahlung) kann daher nicht ausgezahlt werden.

  • im Bericht 1819 ist die Auszahlung noch immer nicht geschehen, als Summe sind jetzt angegeben 428 Mark zzgl. 90 Mark = 518 Mark 20 Groschen
  • im Bericht 1821 beläuft sich die Summe auf 518 Mark 20 Groschen und wird noch immer nicht ausgezahlt
  • im Bericht 1822 ist die Summe unverändert
  • im Bericht 1823 wird erwähnt, dass am 28 Juni 1822 – 8 Wohnhäuser und 9 hintere Gebäude abgebrannt sind. Von der bisher nicht ausgezahlten Summe wird 1/3 Teil ausgezahlt
  • 1824 ist nach wie vor eine Summe von 448 Mark 17 Groschen nicht ausgezahlt
  • 1826 wird eine Summe von 254 Mark 1 Groschen und 8 Pfennigen als Bestand angegeben

Art. 16

1793/94 wird von 13 noch verfügbaren Bauplätzen auf dem Neuen Markt berichtet. Weitere 40zig Bauplätze könnten zusätzlich noch ausgewiesen werden. Weiterhin werden 3 der Stadt gehörende Scheunen in unmittelbarer Nähe der Stadt erwähnt. Ab 1817 finden sich dann folgende Informationen:  Im Jahr 1815 sind zwei Wohnhäuser in massiver Bauweise erbaut worden, da dieses polizeilich angeordnet wurde, und jeder Bauherr dazu angehalten ist (diese Vorschrift einzuhalten). Die Entfernung zur nächsten Ziegelei von 3 Meilen zur Beschaffung der Mauersteine und Dachziegel, denn nur dort sind diese zu beziehen, stellen jedem massiven Bau große Hindernisse und Kosten in den Weg.

  • im Bericht 1823 wird erstmals wieder nach Jahren von neuen Gebäuden berichtet: 9 hintere Gebäude wurden nach pol(izeilichen) Vorschriften erbaut .

- 1824 werden weitere 6 Wohnhäuser und 6 Hintergebäude erbaut
1830 es wird massiv 1 Gebäude gebaut
1831 in der goldenen Straße wird ein Massiv Haus gebaut

Art. 17

1793/94 findet sich noch der Eintrag, dass 50 Häuser mit Schindeln und 5 mit Stroh gedeckt sind. Ab 1817 ist jedoch zu finden: Strohdächer existieren hier nicht. Es ist unmöglich die Schindeldächer (vermutlich aus Holz gefertigt) auf den alten Gebäuden abzuschaffen. Die leichten Holzgebäude können die Last (das Gewicht) eines Ziegeldachs nicht tragen. Bei Reparaturen und auch bei Neubauten ist die Bedachung mit Ziegeln jedoch vorgesehen. Die Entfernung zur nächsten Ziegelei macht eine Bedachung in unserer Stadt sehr kostspielig. Die Schornsteine im hiesigen Ort sind schon sämtlich (alle) massiv errichtet.

Bürgermeister Hartmann unterschrieb die Berichte


*** Im Jahre 1827 änderte sich die Aufmachung des Berichtes, die Artikel wurden neu nummeriert, um weiterhin chronologisch darzustellen welchen Veränderungen die Stadt unterlag wurden die Ereignisse unverändert in unserer Aufstellung eingetragen

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Quellen: Dieser Beitrag wurde zusammengestellt anhand von Dokumenten, die im Staatsarchiv in Posen unter: Akta miasta Nowy Tomyśl (Stadtakten von Neutomischel) sign. 6 “Der jährlich zu erstattende Hauptverwaltungsbericht 1817-1890”   [http://szukajwarchiwach.pl/53/4385/0/1.1/6/] einzusehen sind.