Bestrafung der Wilddiebe Freytag / 1901

Blick auf die heutige Ansiedlung Krzywy Las, welches früher in deutsch Krummwalde hieß; gemäß der Volkszählung des Jahres 1905 hatte das Dorf 24 Wohnhäuser mit 146 Bewohnern / Aufn. PM

Amtliches Kreisblatt für Neutomischel – Meldung vom 08. Februar 1901 – Bestrafung zweier Wilddiebe.

Am 1. Februar (1901)wurde vor der ersten Strafkammer in Posen gegen die am 14. Januar (1901) in Untersuchungshaft genommenen Eigenthümer Ignatz Freitag aus Krummwalde und dessen Sohn Roman Freitag wegen Jagdvergehens verhandelt.

Nach den Aussagen des Försters Kurkiewicz (1) aus Komorowo und des Försters Kara (2) aus Wengielno hat Roman am 4. Oktober in den gräflichen Forsten zu Grudna einen Rehbock erlegt; der Vater wurde in unmittelbarer Nähe seines Sohnes angetroffen. Letzterer behauptete ganz unschuldig, Pilze gesucht zu haben, obwohl es dort keine Pilze gibt.

Der Schütze Roman Freitag, den der Förster genau erkannt hat, ist, als er den Förster erblickte, unter Zurücklassung des Rehbocks im Dickicht verschwunden.

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Heftige Gewitter – Blitzeinschlag bei Ferdinand Fenske in Paprotsch / 1902

Ehemaliger Hauländer Hof zu Paprotsch/Paproc – Aufn. IS

Amtliches Kreisblatt für Neutomischel – Meldung vom 02. September 1902

Das Gewitter, welches am Sonnabend nachmittag mit reichlichem Regenguß hier vorüberging, hat in der Umgegend schweren Schaden angerichtet.

Ein Blitzstrahl schlug in einen Stall des Eigenthümers und Hopfenhändlers Herrn Ferdinand Fenske in Paprotsch ein und brachte ihn sofort in Flammen. Die daneben stehende große massive Scheune entzündete sich ebenfalls und brannte mit allen Erntevorräthen nieder. In dem Stall kamen auch drei Kühe und ein Kalb in den Flammen um. Zwei während des Blitzschlags im Stall befindlichen Frauen gelang es noch, ohne größeren Schaden ins Freie zu gelangen. Die von allen Seiten zahlreich herbeigeeilten Löschhilfen mußten sich hauptsächlich auf die Verhinderung der weiteren Ausdehnung des Brandes beschränken.

Ein anderer Blitzstrahl schlug in das Gebäude des im vergangenen Jahre durch Blitzschlag abgebrannten Eigenthümers Kurz in Friedenau ein, ohne jedoch zu zünden, während in weiterer westlicher Entfernung noch ein Feuer zu sehen war, welche auch vom Blitzschlag herzurühren schien.

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Paul Gottlieb Eichholtz – Unfall 1902

Blick in die Hinterstraße, der späteren Langestraße, der heutigen ul. Długa vom Neuen Markt aus gesehen / Aufn. PM

Amtliches Kreisblatt für Neutomischel – Meldung vom 25. November 1902

Ein Unglück kommt nicht allein. Wiederum hat sich ein solches in einer Werkstelle ereignet, welches den Verlust eines Auges zur Folge hat. Herr Böttchermeister Eichholz war mit Holzhobeln beschäftigt, als ihm ein Splitter ins Auge flog und dasselbe so unglücklich beschädigte, dass er sich in eine Posener Klinik begeben musste.

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Otto Gustav Adolf Buresch 1862-1900

Amtliches Kreisblatt für Neutomischel – Meldung vom 08. Mai 1900

Ein jäher Tod ereilte in der Nacht zu Sonntag den im besten Mannesalter stehenden Kantor Herrn Buresch in Kirchplatz Borui.

Am Sonnabend nachmittag nahm er an einer Jubiläumsfeier eines Kollegen in Jablone theil.

Auf dem Heimwege machten sich bei ihm Herzbeklemmungen bemerkbar, welche binnen kurzem den Tod durch Herzschlag herbeiführten.

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Unfalltod des Eduard Friedrich Endler / 1902

Guschin – Dorfstrasse / AK-Ausschnitt

„Standesamt Rakwitz / Eintrag 1902/61 – Rakwitz, am 31. Mai 1902

Auf Mittheilung des Königlichen District Amtes zu Rakwitz ist heut eingetragen worden, daß der Eigenthümer Eduard Endler, 56 Jahre alt, evangelischer Religion, wohnhaft zu Guschin, geboren zu Guschin, verheirathet gewesen mit der zu Guschin wohnhaften Pauline geborene Neldner, Sohn des Eigenthümers Endler, Vorname unbekannt und dessen Ehefrau Wilhelmine geborene Schlawe, beide verstorben und zuletzt wohnhaft in Guschin, zu Guschlin am acht und zwanzigsten Mai tausend neunhundert und zwei vormittags zwischen 6 und 9 Uhr verstorben ist, und daß über den Todesfall eine amtliche Ermittelung stattgefunden habe.“

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Familie Richard Wittkowsky / 1880-1944

Richard Wittkowsky – Stolperstein in der Marienstraße in Hamburg-Harburg / Aufn. GT

Am 3. Juni 1880 wurde in Neutomischel Richard Wittkowsky geboren. Er war der jüngste Sohn von Heymann Wittkowsky und dessen Ehefrau Ernestina geborene Levy.

Über seine Jugend und seinen Werdegang ist nichts bekannt. Im Jahr 1913 findet sich, dass er in Hamburg ansässig geworden war.

Auch zu seiner Eheschließung mit Emmi geborene Stein, einer Nichtjüdin, wurde in Archivunterlagen keine Aufzeichnung gefunden.

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Grätz – Alter Markt – Bäckerei – Familie Schwarz

Alter Markt – Die Bäckerei – der Familie Schwarz; das Gebäude ist wie einst belassen und in einem rosaton in der Häuserzeile erkennbar / Quelle: links Postkartenausschnitt, rechts www.google.de/maps

Ebenfalls am Alten Markt in Grätz, als Nachbar der Familie Bloch, war das Gebäude der Familie Schwarz. An der Hausfront was das Haus mit „Johannes Schwarz“ versehen. Beim Blick in das Deutsche Reichs-Adressbuch des Jahres 1906 findet sich lediglich ein Eintrag unter den Bäckern für „Schwarz, N.“.

Ein Bäcker Nicolai Schwarz findet sich auch in den ausgewerteten Personenstandsunterlagen. Sein im Jahre 1892 geborener Sohn Johann Nepomucen könnte in der Nachfolge das Geschäft übernommen haben. Wir müssen hier aber einschieben, dass es sich um eine Vermutung handelt.

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Feuer bei Zittier in Kuschlin / 1897

Kuschlin Dorfansicht / AK Ausschnitt Sammlung Kraft

Kuschlin, 2. Mai 1897

Gestern Abend nach 9 Uhr wurde die hiesige Einwohnerschaft durch Feuerlärm in Aufregung versetzt, es brannte ein Stall auf dem Gehöfte des Böttchermeisters Zittier.

Durch thatkräftiges Eingreifen der Bewohner von Kuschlin wurde das Feuer bald auf seinen Herd beschränkt, welches sich sonst sehr leicht zu einem größeren Schadenfeuer hätte ausbreiten können.

Wie energisch die Einwohnerschaft eingegriffen hat, beweist, daß ein noch nicht einen Meter vom brennenden Stalle entfernt stehender, mit Stroh gedeckter Schuppen bezw. Stall, geschützt worden ist, und später abgedeckt und erhalten wurde.

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Seifert Kinder verlassen das Troszczyner Hauland

Vom Troszcyner Hauland nach Aarberg/Schweiz und über Nauen, Monterotondo/Italien der Schweiz nach Nordrhein-Westphalen

Das Troszczyner Hauland lag ca. 3 km südlich von Opalenitza. Ein unbedeutende Siedlung umgeben von einem großen sumpfigen Wiesengebiet und Laubwäldern. Die Bewohner waren des katholischen und protestantischen Glaubens angehörig.

Wann die eigentliche Besiedlung erfolgt war ist nicht bekannt, einige Familien sind in die Zeit um 1780 zurückzuverfolgen.

Für das Jahr 1820 sollen lt. alten polnischen Steuerlisten 16 Feuerstellen, also 16 Höfe, in Troszczyn bestanden haben.

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Grätz – Alter Markt – Schankwirtschaft – Familie Bloch

Alter Markt – Der Gasthof – Oberża – des Wirtes Otto Bloch; das Gebäude ist um ein Stockwerk erhöht und die Fassade ist in einem hellgrün in der Häuserzeile gehalten / Quelle: links Postkartenausschnitt, rechts www.google.de/maps

Der einstige Alte Markt in Grätz, heute Stary Rynek war der südliche Endpunkt der Breiten Straße.

Mitten auf dem quadratisch angelegten Platz steht das Rathaus der Stadt. Der Platz selbst wird an allen vier Seiten von Geschäftshäusern begrenzt.

Wiederum haben wir anhand alter Postkartenausschnitte zu dem ein oder anderen Haus und den darin wohnenden Familien Daten zusammengetragen, es sind nur wenige, aber wir hoffen vielleicht noch Weiteres im Laufe der Zeit ergänzen zu können.

Wir würden uns freuen weitere Daten und Bilder zu erhalten; aber bitte schreiben Sie uns auch, wenn etwas zu korrigieren ist.

Vielen Dank

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Gestaltet von: Piotr Mierzejewski