Gebäude der Stadt – Hausgrundstück No. 5 Posener Straße – Haus des Handschuhmachers Firle – ca. 1775-1849

Die Posener Straße - die No. 5 hat sich links zum Ende hin befunden / Karte Sammlung Wojtek Szkudlarski

Die Posener Straße – die No. 5 hat sich links zum Ende hin befunden / Karte Sammlung Wojtek Szkudlarski

Im Jahr 1836 wurde durch die Provinzial-Feuerversicherung auch das auf dem Hausgrundstück No. 5 Posener Straße freistehende Häuschen des Handschuhmachers Johann Gottlieb Firle registriert.

54,5×16 Fuß in der Grundfläche (ca. 81,0 qm) und 6,5 Fuss (knapp 2m) hoch. Ein Haus, wie fast alle in jener Zeit, aus Bohlen errichtet. Diese wiederum innen wie aussen mit Lehm beworfen. Beide Giebel waren mit Brettern zum Schutz gegen die Witterung verschlagen.

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Blitzschlagkatastrophe – 1910

Landschaft bei Konkolewo

Landschaft bei Konkolewo

“Eine schwere Blitzschlagkatastrophe ereignete sich während des heftigen Gewitters am Sonnabend abend (09. Juli 1910) in hiesiger Gegend.

Auf der Sworzycer Feldmark wurden der verheiratete Maurer Berthold Würfel aus Konkolewo und der Maurerlehrling Ewald Hübner aus Blenke, welche sich zu Fuß von Eichenhorst nach Hause begaben, gegen 10 Uhr vom Gewitter überrascht und von einem Blitzstrahl getroffen.

Erst am Sonntag morgen (10. Juli 1910) wurden die beiden übereinander liegenden Leichen der Erschlagenen aufgefunden und Herr Kreisarzt Dr. Buddee aus Neutomischel geholt, der jedoch nur den Tod der so jäh aus dem Leben gerissenen fleißigen Leute feststellen konnte.

Der etwa 50 Jahre Würfel hinterläßt seiner Frau mehrere unversorgte Kinder.”

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1890 Jagdunglück – Tod des 17 jährigen Carl Sperling

Wälder um Nowy Tomyśl - Aufn. PM

Wälder um Nowy Tomyśl – Aufn. PM

Im Standesamts-Register von Neutomischel wurde unter der laufenden Nummer 225 am 24. Dezember 1890 notiert:

“Zufolge Mittheilung des Königlichen Districtsamtes hierselbst vom 23. Dezember 1890 No. 4655/90 ist heute eingetragen worden, daß Carl Sperling, ledigen Standes, ohne Gewerbe, 17 Jahre alt, evangelischer Religion, wohnhaft zu Forsthaus Mischke, geboren zu Lubenhauland, Kreis Meseritz, Sohn des Försters Heinrich Sperling und dessen Ehefrau Auguste geborene Wolfram, in der Altomischel’er Forst am einundzwanzigsten Dezember des Jahres tausend achthundert neunzig, nachmittags um 4 Uhr verstorben ist.

Ueber den Todesfall hat eine amtliche Ermittelung stattgefunden”

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Schöffengerichtssitzungen July – Dezember 1905

Relief über dem Eingang des ehemaligen Amtsgerichtes - Justitia, die Personifikation der Gerechtigkeit; die Waage für die sorgfältige Abwägung der Sachlage, die Augenbinde für die Unparteilichkeit fehlt, das Richtschwert für die Durchsetzung mit der nötigen Härte - Bild: EA

Relief über dem Eingang des ehemaligen Amtsgerichtes – Justitia, die Personifikation der Gerechtigkeit; die Waage für die sorgfältige Abwägung der Sachlage, die Augenbinde für die Unparteilichkeit fehlt, das Richtschwert für die Durchsetzung mit der nötigen Härte – Bild: EA

Nachstehend sind die Verhandlungspunkte und Urteile der Schöffengerichtssitzungen vom Juli bis Dezember 1905 wiedergegeben.

Entnommen wurde die Berichterstattung dem Neutomischler Kreisblatt des Jahres 1905.

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Orgelumbau in Kuschlin – 1911

Die ehem. evgl. Kirche zu Kuschlin - Bilder EA

Die ehem. evgl. Kirche zu Kuschlin – Bilder EA

“In der hiesigen Kuschliner evangelischen Kirche ist die Orgel einem gänzlichen Umbau unterzogen worden. Herr Orgelbauer Janott aus Neutomischel hat seine Tüchtigkeit bewiesen, indem er ein vorzügliches pneumatisches Werk hergestellt hat.

Am 26. v. Mts. (26. August 1911) weilte Herr Kantor Tamke aus Neustadt b. P. hier, um unter Beisein des Herrn Pfarrer Fischer und des Gemeinde-Kirchenrates das neue Werk abzunehmen. Er hat über die umgebaute Orgel ein sehr günstiges Urteil gefällt, das seinem Meister zur Ehre gereicht.”

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Kritische Stimmen zum “deutschen” Treiben – 1911

Glier's Hotel - Bild: Lwówek na dawnej pocztówce

Glier’s Hotel – Bild: Lwówek na dawnej pocztówce

Am 21. Juli 1911 in der No. 58 berichtete das Neutomischler Kreisblatt über ein “deutsches Verbrüderungsfest” welches am Sonntag, dem 16. Juli 1911 in Neustadt bei Pinne stattgefunden hatte. Es war ein Bericht, wie viele andere auch …

Dieses Fest wurde in einem Leserbrief, welcher in der Ausgabe vom 25. Juli 1911, jedoch unter anderen Gesichtspunkten dargestellt.

Diese kritische Zuschrift ist einige der wenigen, die abgedruckt wurden. Leider ist nicht erwähnt, wer der Einsender – “von beachtenswerter Seite” – gewesen war.

 

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Otto Johannes Fröde 1894-1968

"Die Welt in Leipzig, Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Bugra 1914" - Quelle: *1

“Die Welt in Leipzig, Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Bugra 1914″ – Quelle: *1

Am 30. September 1894 wurde Otto Johannes Fröde geboren. Seine Eltern waren der Küster der Stadt Neutomischel  Johann Wilhelm Friedrich Fröde und dessen Ehefrau Johanna Christine geborene Seidel.

Unter Otto Dorfner, einem Buchbindermeister und Einbandgestalter, welcher als Werkstattleiter und Hochschullehrer an der Kunstgewerbeschule in Weimar wirkte, erlernte er das Buchbinderhandwerk.

Aufgrund seiner dortigen Leistungen als Buchbindergehilfe wurde er zur erleichterten 1-jährigen Prüfung zugelassen, die er mit Erfolg bestand.

Anlässlich der “Bugra” – der Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik – druckte das Neutomischler Kreisblatt am 13. Mai 1914 nachfolgenden Artikel:

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Wettfahrt mit Folgen / 1901

Galopp 1Endete unser Artikel über das “Schinschern” mit dem Satz:

“Zur Verhütung von Unglücksfällen sollten die Kinder durch alle, die auf sie einwirken in der Lage und berechtigt sind, angehalten werden, dem winterlichen Vergnügen nur dort obzuliegen, wo keine Gefahr von Passanten damit verbunden ist.”

Fragen wir uns nun mit einem Schmunzeln wer denn wohl auf die Erwachsenen einwirkte und dazu berechtigt war … ?

Es fand sich folgende Zeitungsmeldung:

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“Schinschern” oder “Kascheln” / 1901

Schinschern111“Bei dem jetzigen Frostwetter beginnt von unserer lieben Schuljugend sofort wieder das sogenannte “Schinschern” oder “Kascheln”.

Jede nur erreichbar Pfütze, und mag sie noch so klein sein, wird zu diesem winterlichen Sport benutzt.

Dieses an und für sich ziemlich harmlose Vergnügen ist ja auch der lieben Jugend von Herzen zu gönnen, nur sollte nicht jedes beliebige Trottoir innerhalb der Straßen der Stadt dazu Verwendung finden. Durch die entstehende Glätte kommen fast täglich einige Erwachsene, welche die sogenannten “Schinschern” namentlich Abends bei eintretender Dunkelheit, nicht bemerken, zu Fall und ziehen sich oft schwere Verletzungen zu.

Zur Verhütung von Unglücksfällen sollten die Kinder durch alle, die auf sie einwirken in der Lage und berechtigt sind, angehalten werden, dem winterlichen Vergnügen nur dort obzuliegen, wo keine Gefahr von Passanten damit verbunden ist.”

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Quellen, soweit nicht direkt im Text oder in Bildbeschreibungen angegeben: Großpolnische digitale Bibliothek Poznan (http://www.wbc.poznan.pl/dlibra) – “Amtliches Kreis-Blatt für den Kreis Neutomischel” 1901-12-20

 


Ende eines Brauches – Christnachtfeier in Neutomischel – Weihnachten 1912

Candels - Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Candels.JPG?uselang=de

Candels – Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Candels.JPG?uselang=de

Am 17. Januar 1913 erschien im Neutomischler Kreisblatt nachfolgender Artikel . . .

“Mit einem von altersher in der hiesigen evangelischen Kirche eingeführten Brauch des “Quempas-Singens” bei der Feier der Christnacht am Vorabend des Weihnachtsfestes hat man leider gebrochen, und enttäuscht trat wohl so mancher Kirchenbesucher diesmal seinen Heimweg an.

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Gestaltet von: Piotr Mierzejewski