Jahresende und -wechsel 2021/2022

Frohe Weihnachten und Alles Gute für das Neue Jahr

2021 – 2022

Wesołych Świąt i Szczęśliwego Nowego Roku


Kurzmeldung – Unfall des Fuhrmann Reinhold Weber – Neutomischel / 1904

Fuhrwerke in der ehemaligen Hinterstraße / AK-Ausschnitt

„Von einer Geschäftsreise heimkehrend, verunglückte am Abend des 23. September 1904 der Fuhrmann Reinhold Weber aus Neutomischel, indem er von seinem Wagen fiel und sich dabei das rechte Bein in der Nähe des Hüftgelenks brach.

Der Verletzte musste fast die ganze Nacht im Freien hilflos liegen bleiben, ehe er aufgefunden wurde und dann nach seiner Wohnung gebracht werden konnte.“

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Heymann Wittkowsky und Ernestine geb. Lewy in Neutomischel, Bahnhofstrasse 109, ca. 1867-1913

Wittkowsky – ehem. Bahnhofstr. 109 / AK Auschnitt

Am 07. August 1907 verstarb in Neutomischel Herr Heymann Wittkowsky.

Er soll gebürtig aus Schroda gewesen sein und war ca. 1838 als Sohn des Hirsch Samuel Wittkowsky und dessen Ehefrau Hodes Hanne Johanna geborene Ruben zur Welt gekommen.

Heymann Wittkowsky war der Gründer und Senior der Hopfenfirma „H. Wittkowsky“, das Unternehmen war ca. 1867/1870 gegründet worden; er verstarb im August des Jahres 1907 in Neutomischel. 6 Monate vor seinem Tod war das Unternehmen auf seinen Sohn Louis übergegangen.

Am 14. Januar 1913 verstarb seine hinterlassene Witwe Ernestine Wittkowsky geborene Lewy.

Sie war ca. 1837 als Tochter des Joseph Louis Leib Lewy und dessen Ehefrau Amalia Hudes geborene Lewy geboren worden. Diese waren von Birnbaum nach Boruy übersiedelt.

Heymann Wittkowsky und Ernestine geborene Lewy haben vermutlich im Jahr 1862 die Ehe geschlossen.

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Hauländer in Ostrowo bei Schrimm – 1790 und früher – Fiedler, Förster, Gutsch, Hampel, Hoffmann, Jaehn, Lengert, Rausch, Schlecht, Seidel

Am 04. Mai 1821 verstarb in Konkolewo die Maria Elisabeth Lengert geborene Bautz. Sie hatte im Februar 1775 die Ehe mit dem Witwer Christian Lengert aus Sontop geschlossen.

1798 Ausschnitt Kreis Schrimm / Karte: Wikipedia

Aus dessen 1ster Ehe mit Dorothea geborene Gebauer, ihr genaues Todesdatum ist nicht bekannt, wurden 5 Mädchen aus den Kirchenbüchern ermittelt.

Eines dieser Mädchen war „Gottlob Försters Frau bei Ostrowo bei Schrimm Maria Elisabeth und deren Kinder 3 Mädchen u 2 Söhne NN“ wie dem Toteneintrag aus dem Jahr 1821 zu entnehmen ist.

Es gibt heute noch weiße Punkte auf den alten Landkarten der Siedlungsgebiete der Hauländer; Ostrowo ca. 30 km südlich von Schrimm und annähernd 80 km südöstlich von Konkolewo gelegen, ist allerdings sogar makellos weiß. Geschichtlich war absolut Nichts zu finden.

Bei Wikipedia 1) ist zumindest noch erwähnt, dass dieser Ort existiert: Ostrowo ist ein Dorf im Landkreis Gmina Gostyń im Landkreis Gostyń in der Woiwodschaft Großpolen im Westen Polens. Es liegt etwa 5 km nördlich von Gostyń und 55 km südlich der Landeshauptstadt Posen. Das Dorf hat 220 Einwohner.

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1776 die Konfirmierten zu Kirchplatz Boruy

Die Kirche noch ohne Turm – Postkartenausschnitt aus der Sammlung des Wojtek Szkudlarski

Die Konfirmation der Jugendlichen fand meist im Alter von 14 Jahren mit der Schulentlassung statt.

Mit der Konfirmation wurde der kirchliche Unterricht beendet und es wurde die Zustimmung zum christlichen Glauben und der Kirchenzugehörigkeit bestätigt. Mit der Konfirmation wurde die Teilnahme am Abendmahl zugelassen. Ebenfalls konnte die Konfirmierten nun als Taufpaten agieren.

* * *

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1865 Steinborner und Prüfer verliessen Milostowo in Richtung Australien

Blick in das Dorf Milostowo / Aufn PM

Im Jahr 1865 fiel das Osterfest auf Sonntag, den 16. April. Der 5te Sonntag nach Ostern war somit der 21. Mai 1865 – DD Cantate Rogate – und gleichzeitig der Tag der Trauung des Junggesellen August Wilhelm Steinborner mit der Jungfer Wilhelmine Caroline Prüfer in der lutherischen Kirche zu Birnbaum.

Im Eheeintrag wird August Wilhelm Steinborner als des weiland Gottlob Steinborners, gewesenen Eigenthümers in Milostowo nachgelassener ehelicher 3ter Sohn beschrieben. Sein Alter wurde mit 25 Jahren angegeben und seine Konfession als lutherisch.

Wilhelmine Caroline Prüfer war die eheliche älteste Tochter des August Prüfer, eines Einwohners in Milostowo. Ihr Alter zum Zeitpunkt der Eheschließung wurde mit 27 Jahren angegeben und sie war wie ihr Bräutigam lutherischen Glaubens.

Der Bräutigam war zum Zeitpunkt der Heirat volljährig; und die Eltern der Braut gaben ihre Einwilligung zur Eheschließung mündlich.

Der Pastor vermerkte „das junge Ehepaar reiste schon Tags darauf ab nach Australien, welches auch die Trauung möglichst beschleunigt werden musste“.

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1841, 1846, 1858, 1875 Nachkommen der Zeuschner Familie wanderten nach Australien aus

„Hafenromantik“ früherer Zeit, die nur zu oft die Schicksale der Auswanderer verbarg – Bild: Maennel Archiv

Seitens der Nachkommen der Familie Andreas Zeuschner (ca. 1745-1839), eines Landwehrmannes, Schneiders und Eigentümers zu Albertoske und seiner Ehefrau Maria Elisabeth geborene Schlecht (ca. 1768-1826) erfolgten mehrere Übersiedelungen nach Australien.

In unserem Bericht vom März 2018 „1875 mit der „Lammershagen“ nach Wellington – die Familien Schaeler, Strauch und Timm“ haben wir von den nach Australien ausgewanderten Familien Schaeler, Strauch und Timm berichtet.

Als Ehefrauen waren seinerzeit die Zwillingsschwestern Bohr, Anna Rosina Dorothea verheiratete Schaeler und Johanna Juliana verheiratete Strauch, mit auf die Reise gegangen.

Die am 25. Mai 1844 in Deutsch Böhmisch geborenen Schwestern waren als Kinder des Johann Gottfried Bohr (ca. 1804-1874) und dessen Ehefrau Anna Rosina geborene Zeuschner (1806-1847) zur Welt gekommen. Anna Rosina geborene Zeuschner selbst hatte im Dezember 1806 als Tochter der Eheleute Andreas Zeuschner und Maria Elisabeth geborene Schlecht das Licht der Welt erblickt.

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Militärpflichtige und Invalidenprüfungsverfahren im Juni 1901

Der ehemalige Schwarze Adler / Ausschnitt aus AK Sammlung Wojtek Szkudlarski

“Im Jahr 1871 dehnten die Artikel 57 ff. der Reichsverfassung die in Preußen seit 1814 geltende allgemeine Wehrpflicht auf ganz Deutschland aus. So hatte nun „jeder Deutsche“ mit vollendetem 20. Lebensjahr 7 Jahre lang dem Heer oder der Marine anzugehören. Um im Allgemeinen wissenschaftliche und gewerbliche Ausbildung so wenig wie möglich durch die allgemeine Wehrpflicht zu stören, war es jedem jungen Mann überlassen, schon nach dem vollendeten 17. Lebensjahr, wenn er die nötige moralische und körperliche Qualifikation hatte, freiwillig in den Militärdienst einzutreten.  Alle Wehrpflichtigen waren, wenn sie nicht freiwillig in die preußische Armee eintraten, vom 1. Januar des Kalenderjahres an, in welchem sie das 20. Lebensjahr vollenden, der Aushebung unterworfen (militärpflichtig). Sie hatten sich zu diesem Zwecke bei den zuständigen Ersatzbehörden regelmäßig zu melden, bis über ihre militärische Verwendung entschieden wurde, jedoch höchstens zweimal jährlich” (2)

Am Freitag, den 24. Mai 1901 wurde im Amtlichen Teil des Kreisblattes von Neutomischel wie folgt bekannt gegeben:

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Scharfenort / Ostroróg – 1383 erstmalig erwähnt

Karte F. Handtke – 1862 – Provinz Posen

Scharfenort oder mit polnischem Namen Ostroróg soll 1383 urkundlich erstmals erwähnt worden sein.

1412 erhielt der Ort das Stadtrecht und 1546 wurden dem Ort unter Siegismund dem Alten einige der umliegenden Gehöfte und Weiler angeschlossen.

Seit 1436 war Ostroróg im Besitz der Adelsfamilie Ostroróg. Jakob Ostroróg nahm um das Jahr 1550 das Bekenntnis der böhmischen Brüder an.

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Neu Tomysl / Posener Str. 82 Karney und Krepl – ca. 1836 bis 1873

Ansicht der ehemaligen Posener Str., No. 82 müsste sich rechts als vorletztes Haus befunden haben / AK Ausschnitt Sammlung Kraft

Im Jahr 1836 standen auf dem Neu Tomysler Stadtgrundstück No. 82 das Wohnhaus und die Stallungen des Besitzers Friedrich Wilhelm Karney.

Das Wohnhaus wurde beschrieben als 38 Fuß lang, 22 ½ Fuß breit (ca. 11,00 x 6,90 m) und 6 ½ Fuß (ca. 1,98 m) hoch. Wie es in jenen frühen Jahren in der Stadt üblich gewesen war, hat es sich um einen Fachwerkbau, welcher mit Lehm beworfen worden war, gehandelt. Das Dach war mit gewöhnlichen Schindeln eingedeckt gewesen und wies einen Erker auf. Gegen die Wettereinflüsse waren beide Giebel mit Brettern verschlagen. Im Haus selbst haben sich 1 Flur, 3 Stuben, 1 Kammer und 1 Dachkammer befunden. Die Räumlichkeiten waren mit insgesamt 9 Türen ausgestattet gewesen. Licht kam in das Haus über 1 Fenster mit 3 und 5 Fenster mit 2 Flügeln. Zum Heizen konnten 2 vorhandene Öfen von Kacheln und 1 Ofen von Ziegeln genutzt werden.

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Gestaltet von: Piotr Mierzejewski