Neustadt bei Pinne – die jüdische Gemeinde – die Synagoge

A. links unten: Blick vom Marktplatz Richtung ehem. Hotel Glier; B. rechts unten: ehem. Hotel Glier und daran anschließend die ehem. Synagoge; C. rechts oben die ehem. Synagoge / Zusammenschnitt AK-Ausschnitte aus Sammlung Lwówek na dawnej pocztówce

In Neustadt bei Pinne (poln. Lwow und seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Lwowek), einer unmittelbaren Stadt unter der Herrschaft adeliger Geschlechter *1, bestand schon im Jahre 1719 eine jüdische Gemeinde, die nach einem Dokument *2 aus dieser Zeit an den Altaristen des heiligen Fabian und Sebastian der kath. Pfarrkirche daselbst 1.266 Gulden 20 Groschen = 1.000 Tymphen oder 211 Taler 3 Silbergroschen 4 Pfennige schuldete. Außer dieser Summe werden im Schuldenverzeichnis der Judenschaft noch aufgeführt:

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Familie Asch auf Głupoń ca 1861-1881

Altes Schloss zu Głupoń vor der Renovierung / Bild: Skąd przychodzimy, dokąd zmierzamy…Przewodnik po gminie Kuślin

Als frühere Besitzer der Liegenschaft Głupoń mit seinen Vorwerken Tomaszewo und Wydovy/Wydory werden heute in geschichtlichen Aufarbeitungen z. B. um das Jahr 1435 Mikołaj Watt de Głuponie und zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Ostrorogs aus Neustadt bei Pinne genannt. Die Besitzer wechselten immer wieder.

1765 wird die Familie Urbanowski genannt, welche es wiederum von der Familie Koszutski angekauft haben soll. Nicht eindeutig geklärt ist, ob ein erstes barockes Herrenhaus durch die Koszutskis oder durch die Urbanowskis erbaut worden ist.

Laut der Volkzählung von 1837 hatte das Dorf Głupoń 31 Schornsteine (Wohnstätten) mit 371 Einwohnern.

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Restauration Glier – Neustadt bei Pinne ab ca. 1872

Glier’s Hotel / Bild-Quelle: Lwówek na dawnej pocztówce

Heute ist das ehemalige Hotel Glier Sitz der „Gminna Spółdzielnia Samopomoc Chłopska”, einer Produktions-, Handels- und Dienstleistungsgenossenschaft.

Blättert man in den Aufzeichnungen der Personenstandsunterlagen der Stadt Neustadt bei Pinne zurück, so findet man einen Joseph Glier als einzigen Namensträger.

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Dipl.-Ing. Bruno Schmidt – geboren 1888 in Neutomischel

U110 / I. Weltkrieg – Bild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:SM_U-110_(submarine,_1917)_-_NH_2092_-_cropped.jpg

„Ich bin geboren am 04. April 1888 zu Neutomischel, Prov. Posen.“

So begann Bruno Schmidt seinen Lebenslauf, welchen er anlässlich seiner 1930 verfassten Dissertation zur Erlangung der Würde eines Doktor-Ingenieurs verfasste.

„Meine Schulbildung erhielt ich auf verschiedenen Realschulen und Oberrealschulen und erwarb das Zeugnis der Reife einer Oberrealschule.

Am 01. Oktober 1906 trat ich bei der Kaiserlichen Marine als Marine-Ingenieuranwärter ein und wurde nach 7 jähriger praktischer- und theoretischer Ausbildung – darunter 2jähriges Studium an der Kaiserlichen Marine-Ingenieurschule Kiel – und nach Bestehen der Marine-Ingenieurprüfung in das Ingenieuroffizierkorps der Kaiserlichen Marine aufgenommen.

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Dr. M. Mosse Krankenhaus zu Grätz, Dr. Rubensohn und der Baumeister Chocieszynski / 1891

Dr. Mosse Krankenhaus / Bild: „Aus Vergangenheit und Gegenwart der Juden und der jüd. Gemeinden in den Posener Landen“ – 1909

„Am 10. November 1891 wurde, wie die „Posener Zeitung“ berichtet, das von Herrn Rudolf Mosse in Berlin gestiftete Dr. Mosse’sche Krankenhaus eingeweiht.

Das nach den neuesten Erfahrungen der Krankenhaushygiene eingerichtete Gebäude war festlich dekoriert. Der 10. November war als Sterbetag des seligen Dr. (Marcus) Mosse, Vater des Stifters, zur Einweihung gewählt worden.

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Johanna Wilhelmina Silbernagel verheiratete Schulz 1829 Zakrzewko – 1901 Lyndoch

Ortsschild Zakrzewko

Am 01. Februar 1829 erhielt die am 26 Jan 1829 geborene Tochter der Eheleute Matthaeus und Anna Rosina Silbernagel (geborene Boy) die Namen Johanna Wilhelmine. Ihre Taufe fand in der evangelischen Kirche von Bentschen statt.

Ihre Paten waren der Junggeselle Johann Samuel Woyt, eines verstorbenen Eigentümers und Schmieds nachgelassener Sohn und die Rosina Dorothea Silbernagel, eines Eigentümer Ehefrau.

Ihr Vater galt als Eigentümer zu Zakrzewko ( Sakrziwke), einem Dorf mit 37 Bauernhöfen und knapp 250 Einwohnern, von denen ca. 120 evangelischer Konfession waren. Das Dorf selbst lag ca. 7,3 km südöstlich von Zbąszyń / Bentschen und ca. 2,5 km südlich von Stefanowo; eine kleine verträumte Ortschaft ohne besondere Sehenswürdigkeiten.

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Gestaltet von: Piotr Mierzejewski