Johann Gottlieb Rex aus dem Militärdienst entwichen / 1819

Bild von Edmund Friedrich Theodor Rabe (*1815 †1902) - "Die brandenburg-preußische Armee in historischer Darstellung", Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7813559

Bild von Edmund Friedrich Theodor Rabe (*1815 †1902) – “Die brandenburg-preußische Armee in historischer Darstellung”, Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=7813559

Amts-Blatt der Königl. Preußischen Regierung – No.  51 – Stettin, den 12. November 1819

III. Sicherheits-Polizei

“Nachbenannter Rekrut, Johann Gottlieb Rex, von der 2ten Compagnie der 2ten Pommerschen Pionier-Abtheilung, aus Neu-Tomischel im Bucker-Kreise, im Großherzogthum Posen gebürtig, ist aus der hiesigen Garnison den 24sten dieses (24. Oktober 1819) entwichen.

Die Gensd’armerie wird hiermit angewiesen, auf ihn strenge zu vigilieren, ihn im Betretungsfalle sicher nach Berlin transportieren, und an die Königl. Commandantur abliefern zu lassen. Der Kreis-Brigadier, in dessen Bezirk derselbe verhaftet ist, hat mir sofort Anzeige davon zu machen.

Berlin, den 27sten Oktober 1819. – Königl. Preuß. Chef der Gensd’armerie. – v. Brauchitsch”

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Kurzmeldung – Sturm hebt Dach der Dampfmühle ab / 1908

Ansicht des Gebäudes der Maennel'schen Dampfmühle mit dem Pappdach / Ausschnitt AK Sammlung Wojtek Szkudlarski

Ansicht des Gebäudes der Maennel’schen Dampfmühle mit dem Pappdach / Ausschnitt AK Sammlung Wojtek Szkudlarski

“Durch den orkanartigen Sturm, der diese Nacht 26.-27.02.1908 hier und in der Umgegend gewütet hat, wurde das Pappdach des auf dem Neuen Markte befindlichen Maennel’schen Grundstücks abgehoben und auf den Marktplatz geschleudert, glücklicher Weise ohne sonstigen weiteren Schaden anzurichten.”

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Kurzmeldung – Fuhrwerk-Zusammenstoß in Neu Tomysl / 1908

Die ehemalige Neustädter Str. / AK-Ausschnitt Sammlung Wojtek Szkudlarski

Die ehemalige Neustädter Str. / AK-Ausschnitt Sammlung Wojtek Szkudlarski

“Am vergangenen Mittwoch (29. April 1908) abend gegen 10 Uhr fuhren auf der Neustädter Chaussee zwei Fuhrwerke, dem Spediteur Goldmann hierselbst und dem Eigentümer Gustav Meißner, Scherlanke gehörig, derartig unglücklich zusammen, daß die Deichsel vom Wagen des letzteren dem Pferde des Spediteurs Goldmann tief in die Brust drang, sodaß das verletzte Tier, welches einen Wert von 550 Mark repräsentiert, auf der Stelle verendete. Auch der Führer des Goldmann’schen Wagen wurde bei dem Zusammenstoß im Gesicht verletzt.”

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Schwindel beim Butterverkauf / 1899

Zur Kücheneinrichtung gehörte auch ein Butterfaß / Aufn. PM (3)

Zur Kücheneinrichtung gehörte auch ein Butterfaß / Aufn. PM (3)

“Die Eigenthümerfrau Emma Buchwald in Jablone hatte am 19. Januar d. Js. (19. Januar 1899) auf dem Wochenmarkte in Rakwitz Butter verkauft, und die Käufer dieser Butter haben entdeckt, daß an jedem Stück 10 Gramm fehlten, und daß jedes Stück innen künstlich ausgehöhlt und theilweise mit Wasser gefüllt worden war.

Deshalben wurde die Buchwald wegen Betruges unter Anklage gestellt, dieses Vergehens für überführt erachtet und vom Schöffengericht in Wollstein zu einer Geldstrafe von 21 Mk. ev. zu 1 Woche Gefängniß verurtheilt.”

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Kurzmeldung – Urnenfund Grätz/Grodzisk Juni 1906

Der Annaplatz in Grätz/Grodzisk / Aufn. GT

Der Annaplatz in Grätz/Grodzisk / Aufn. GT

Bei den Ausschachtungsarbeiten des Paszlinski’schen Neubaues am Annaplatz hierselbst (Grätz) ist am Mittwoch (30.05.1906) eine kleine Urne mit Silber- und Kupfermünzen, sowie 1 Goldstück aus dem 16. Jahrhundert stammend gefunden worden.

 * * *

Quellen soweit nicht direkt im Text oder in der Bildbeschreibung genannt: Amtliches Kreisblatt und Anzeiger des Kreises Grätz 01. Juni 1906

Amalie Bertha Müller heimlich entlaufen / 1865

Ausschnitt des Steckbriefes / Quelle: sh. Fußnote

Ausschnitt des Steckbriefes / Quelle: sh. Fußnote

“Berlin, den 31 Mai 1865 – Königlich Preußisches Central-Polizei-Blatt.

Am 29. d. M. (20 Mai 1865) ist die Amalie Bertha Müller von hier heimlich entlaufen u. ist deren Aufenthaltsort bis jetzt nicht zu ermitteln gewesen.

Es wird ersucht, dieselbe mittelst Zwangs-Reiseroute hierher zu weisen.

Alter 14 J., Gr. ca. 4′, Haar blond, Augen braun u. Nase stumpf. Bekl. blauleinener Rock, grau wattirte Jacke, an den Aermeln theilweise zerrissen, Hemde, lila-kattun. Halstuch mit rothen Blümchen u. grauen Streifen, u. baarfuß.

Rakwitz, 22. Mai 1865 – die Polizei-Verwaltung”

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Grabsteine Friedhof Blenke – Wilhelmine Tepper

Grabstein der Wilhelmine Tepper 1859-1883 / Aufn. PM

Grabstein der Wilhelmine Tepper 1859-1883 / Aufn. PM

Hier ruhet in Gott

die

Jungfrau
Wilhelmine (vollst. Johanna Wilhelmine Emilie)
Tepper
geb. 19. November 1859 – gest. 18 Februar 1883

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Militärpflichtige und Invalidenprüfungsverfahren im Juni 1897

Das ehemalige Schützenhaus / Karte aus Sammlung Wojtek Szkudlarski

Das ehemalige Schützenhaus / Karte aus Sammlung Wojtek Szkudlarski

“Im Jahr 1871 dehnten die Artikel 57 ff. der Reichsverfassung die in Preußen seit 1814 geltende allgemeine Wehrpflicht auf ganz Deutschland aus. So hatte nun „jeder Deutsche“ mit vollendetem 20. Lebensjahr 7 Jahre lang dem Heer oder der Marine anzugehören. Um im Allgemeinen wissenschaftliche und gewerbliche Ausbildung so wenig wie möglich durch die allgemeine Wehrpflicht zu stören, war es jedem jungen Mann überlassen, schon nach dem vollendeten 17. Lebensjahr, wenn er die nötige moralische und körperliche Qualifikation hatte, freiwillig in den Militärdienst einzutreten.  Alle Wehrpflichtigen waren, wenn sie nicht freiwillig in die preußische Armee eintraten, vom 1. Januar des Kalenderjahres an, in welchem sie das 20. Lebensjahr vollenden, der Aushebung unterworfen (militärpflichtig). Sie hatten sich zu diesem Zwecke bei den zuständigen Ersatzbehörden regelmäßig zu melden, bis über ihre militärische Verwendung entschieden wurde, jedoch höchstens zweimal jährlich” (2)

Am Dienstag, den 01. Juni 1897 wurde im Amtlichen Teil des Kreisblattes von Neutomischel wie folgt bekannt gegeben:

Das diesjährige Ober-Ersatz-Geschäft findet am Dienstag, den 22. und Mittwoch, den 23. Juni im Schützenhause zu Paprotsch statt.

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Pacht der Theerschwelerei des Ritterguts Bolewice zu vergeben / 1846

Theerofen im Bolewicer Forst / Quelle: 3) Ausschnitt Messtischblatt und 4) als Beispiel die Zeichnung einer Köhlerei

Theerofen im Bolewicer Forst / Quelle: 3) Ausschnitt Messtischblatt und 4) als Beispiel die Zeichnung einer Köhlerei

“Die zu den Forsten des Ritterguts Bolewice, unweit Neustadt bei Pinne im Bucker Kreise, gehörige Theerschwelerei soll am 1sten December 1846 vormittags 10 Uhr in der Wohnung des Unterzeichneten auf 6 – 10 Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden, wozu Pachtlustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß der Theerschweler freie Wohnung, 5 Morgen Acker, Wiesenwachs und Sommerweide für 2 Kühe und den nöthigen Bedarf von Raff- und Leseholz erhält.

Bolewice, den 9ten October 1946 – Seyler, Oberförster”

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Steckbrief des Carl Kuhn / 1871

Ausschnitt des Steckbriefes / Quelle sh. Fußnote

Ausschnitt des Steckbriefes / Quelle sh. Fußnote

“Der Baugefangene Carl Kuhn ist heute früh von hier (Festung Graudenz) entwichen.

Derselbe ist am 2. Januar 1844 zu Rakwitz, (Kreis Bomst in Posen) geboren, seine Eltern leben in Kostancia bei Kutna, 5 Fuß 4 Zoll 3 Strich groß, evangelisch, Haare dunkelblond, Augen grau, Nase und Mund gewöhnlich, Bart im Entstehen, Zähne defect, Kinn und Gesichtsbildung oval, Gesichtsfarbe blaß, Gestalt schlank, Sprache deutsch und polnisch, besondere Kennzeichen: der linke Arm tätowirt mit dem Fleischerwappen, Civilverhältniß Fleischer, Anzug Civilkleider, vermuthlich ein Paar Commißstiefel und ein blaugestreiftes Callicothemde.

Die Königlichen Behörden werden ersucht, auf den p. Kuhn zu vigilieren, ihn im Betretungsfalle zu arretieren und unter sicherem Geleit an die Kommandantur abzuliefern.

Festung Graudenz, den 17. Januar 1871 – Königliche Kommandantur”

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