Das Gelände des ehemaligen evangelischen Friedhofes in Nowy Tomyśl / 2017

April 2017 - das Gelände des ehemaligen evangelischen Friedhofes / Aufn. PM

April 2017 – das Gelände des ehemaligen evangelischen Friedhofes / Aufn. PM

Liebe Leser,

seitens des derzeitigen Bürgermeisters der Stadt, Herrn Wlozimierz Hibner, startete der Aufruf zur Einsendung von “Visionen und Ideen über die Entwicklung der Stadtparzelle Reg. Nr. 284/16″ bis zum 15. Mai 2017.

Dieses ist das Areal des ehemaligen evangelischen Friedhofes, auf welchem auch der Gedenkstein zur Erinnerung der hier zur letzten Ruhe bestatteten ehemaligen evangelischen Einwohner der Stadt steht. Dieser Stein wurde seinerzeit gemeinsam von ehemaligen evangelischen deutschen und den heutigen polnischen Einwohnern der Stadt aufgestellt.

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Dakowy Mokre – 1896 – Großfeuer …

Dakowy Mokre - Postkartenausschnitt Sammlung A. Kraft
Dakowy Mokre – Postkartenausschnitt Sammlung A. Kraft

…mit Verlust von Menschenleben !

So lautete die Meldung am 11. Juni 1896 in der Mittags-Ausgabe des Posener Tageblattes.

“Gestern (10. Juni 1896) abend brach gegen 10 Uhr auf bisher unaufgeklärte Weise in einer Scheune auf dem Dominium Dakowy Mokre Feuer aus, das so rapide um sich griff, daß in kurzer Zeit fast sämmtliche Wirthschaftsgebäude in Flammen standen.

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Schöffengerichtssitzungen Januar – Juni 1906

Relief über dem Eingang des ehemaligen Amtsgerichtes - Justitia, die Personifikation der Gerechtigkeit; die Waage für die sorgfältige Abwägung der Sachlage, die Augenbinde für die Unparteilichkeit fehlt, das Richtschwert für die Durchsetzung mit der nötigen Härte - Bild: EA

Relief über dem Eingang des ehemaligen Amtsgerichtes – Justitia, die Personifikation der Gerechtigkeit; die Waage für die sorgfältige Abwägung der Sachlage, die Augenbinde für die Unparteilichkeit fehlt, das Richtschwert für die Durchsetzung mit der nötigen Härte – Bild: EA

Nachstehend sind die Verhandlungspunkte und Urteile der Schöffengerichtssitzungen vom Januar – Juni 1906 wiedergegeben.

Entnommen wurde die Berichterstattung dem Neutomischler Kreisblatt des Jahres 1906.

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Feuer am Neuen Markt in Neutomischel – 1906

Die Familie des Schornsteinfegers Jeenicke vor ihrem Haus, vermutlich aufgenommen kurz vor dem Brand / Bild: A. Kraft

Die Familie des Schornsteinfegers Jeenicke vor ihrem Haus, vermutlich aufgenommen kurz vor dem Brand / Bild: A. Kraft

“Am vergangenen Freitag (02.03.1906), abends gegen 8 Uhr” so berichtete das Neutomischeler Kreisblatt am 06. März 1906, “brach in dem Hintergebäude des Tischlermeisters Herrn Kubel am Neuen Markt Feuer aus, das rasch das Vorderhaus ergriff und auch dieses sowie das angrenzende Wohnhaus der Frau Goldmann in Asche legte.

Bei dem herrschenden Wind und bei der Bauart der alten, mit Pappdach bedeckten Hausgrundstücke war die Gefahr nahe, daß die ganze Häuserreihe dem verheerenden Element zum Opfer fallen würde. Die Bewohner dieser Grundstücke hatten deshalb ihre Habe auf den Marktplatz gestellt oder bei Bekannten untergebracht.

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Steckbrief: Paul Friedrich Wilhelm Tepper – 1875

Der Steckbrief aus dem Jahr 1875

Der Steckbrief aus dem Jahr 1875

In der 10ten Ausgabe des Oeffentlichen Anzeigers des Amts-Blatts der Königlichen Regierung zu Stralsund vom 11. März 1875 fand sich nachstehender Steckbrief:

“Der unten näher bezeichnete Schlächtergeselle Paul Friedrich Wilhelm Tepper aus Chwalim bei Unruhstadt, Kreis Bomst, welcher sich wegen verschiedener schwererer Diebstähle in Untersuchung befindet, ist in der Nacht vom 28. Februar zum 1. März aus dem Gefängnis zu Swinemünde entsprungen.

Es wird ersucht, den bez. Tepper im Betretungsfalle festzunehmen und mit allen bei ihm sich vorfindenden Gegenständen an unser Kreis-Gerichts-Gefängnis abzuliefern.

Anklam, den 1. März 1875 – Königliches Kreisgericht, I. Abtheilung”

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Fahrradunfall der Anna Grätz / 1908

Die ehem. Bahnhofstraße - Postkarte Sammlung Wojtek Szkudlarski

Die ehem. Bahnhofstraße – Postkarte Sammlung Wojtek Szkudlarski

“Am Dienstag (15. Dezember 1908) abend geriet in der Bahnhofstrasse eine Radfahrerin namens Anna Grätz (18 Jahre) aus Wiosker-Hauland (ca. 20 km von Neutomischel entfernt), Stieftochter des Eigentümers Karl Lukas daselbst, unter die Räder eines Lastwagens, sodaß die Bedauernswerte nicht unerheblich verletzt wurde und dem hiesigen Krankenhaus mittels Tragkorbes zugeführt werden mußte.

Die Verletzungen sind meistens Quetschwunden und keine Knochenbrüche und sollen, wie wir hören, glücklicherweise nicht ernsterer Natur sein, sodaß die Verunglückte schon in den nächsten Tagen aus dem Krankenhause entlassen werden dürfte.

Den Kutscher soll keine Schuld treffen, vielmehr ist anzunehmen, daß die Radlerin bei dem Versuche, zwischen dem Wagen und dem Rinnstein vorüberzufahren, infolge der Glätte mit dem Rade ausgeglitten ist und dabei unglücklicherweise unter den Wagen fiel.”

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Falscher Verdacht / 1908

Rudnik Ortsdurchfahrt; rechts Mauer zum Areal des alten Herrenhauses von Andrzeja und Władysława Niegolewskich, welches heute eine Schule ist / Bild: EF

Rudnik Ortsdurchfahrt; rechts Mauer zum Areal des alten Herrenhauses von Andrzeja und Władysława Niegolewskich, welches heute eine Schule ist / Bild: EF

Am 28. August 1908 berichtigte das Neutomischeler Kreisblatt:

“Bei Gastwirt Ignatz Filipowski (verehelicht gewesen mit Stanislawa geborene Röhr) in Rudnik kehrte ein Landstreicher ein, trank eine Limonade und entfernte sich hierauf.

Gegen 6 Uhr nachmittags bemerkte ein im Gasthause weilender Gast, wie der Schober des Filipowski, welcher unweit des Gehöftes steht, von demselben Landstreicher in Brand gesetzt wurde. Der Strolch, namens Johann Gajewski, ist sofort auf frischer Tat verhaftet und nach dem Königlichen Amtsgericht zu Grätz überführt worden. Gajewski will russischer Staatsangehöriger sein.”

Es dauerte bis zum Oktober des Jahres 1908 ehe sich aufklärte, dass der bei der Brandstiftung beobachtete und auf frischer Tat verhaftete “Landstreicher” Johann Gajewski mit der Brandstiftung nichts zu tun hatte und aus der Haft entlassen werden konnte; es fand sich kein Hinweis auf ein Bedauern, noch dahingehend, dass die falsche Beschuldigung in irgendeiner Weise verurteilt wurde.

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Badeunfall des Stanislaus Nawrot – 1908

Alte Strasse von Alttomischel nach Wytomysl - Postkartenausschnitt

Alte Strasse von Alttomischel nach Wytomysl – Postkartenausschnitt

Das Neutomischeler Kreisblatt berichtete wie folgt:

“Alttomischel – Als am Montag (27. Juli 1908) abend mehrere Maurer nach Feierabend in dem nach Witomischel zu gelegenen Teiche ein Bad nehmen wollten, ertrank der zuerst von ihnen in das Wasser stürzende 17 jährige Maurerlehrling Nawrot von hier vor den Augen seiner Arbeits-Kollegen.

Herr Pflaum jr. aus Neutomischel, welcher in demselben Teiche badete, bemühte sich, leider vergebens, den jungen Mann zu retten. Erst Dienstag (28. Juli 1908) früh wurde die Leiche geborgen.”

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Tragischer Unfall des Jacob Werner – 1908

Pferde auf dem ehemaligen Gut zu Sliwno / Postkartenausschnitt

Pferde auf dem ehemaligen Gut zu Sliwno / Postkartenausschnitt

In den Standesamtsunterlagen von Sliwno findet sich unter der No. 30 vom 2ten October 1908 nachfolgender Eintrag:

“Auf Mitteilung des königlichen Distrikts Amtes Opalenitza ist heute eingetragen worden, daß der Pferdeknecht Jacob Werner, katholischer Religion, Ehemann der Valentine geborene Osińska, wohnhaft zu Sliwno, geboren zu Buszewo am dreiundzwanzigsten (lt. Geburtseintrag wurde er am 13. geboren) Juli 1873, Sohn des verstorbenen Arbeiters Paul Werner und dessen zu Albrechtshof noch lebenden Ehefrau Marianna geborene Kazmierczak, am achtundzwanzigsten September 1908 abends neun Uhr zu Sliwno gestorben ist.”

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Gestaltet von: Piotr Mierzejewski