Im Juli 1844 wurde in Pruszkowo/Pruschkowo Wilhelmine Augustine Schulz geboren.
Pruszkowo liegt nahe Wielichowo und Prochy, südlich von Rakwitz. Das „Lexikon von Deutschland“ / Band V., erschienen 1847, weist in dieser Ausgabe 122 Einwohner in 21 Häuser aus.
Ihre Eltern waren Johann Wilhelm Schulz und seine Ehefrau Johanna Juliane geborene Klopstein. Beide hatten im Oktober 1842 in Grätz die Ehe geschlossen und waren in Pruszkowo ansässig geworden.
Er ca. 1816 geboren als Sohn der Eheleute Johann George Schulz und der Susanna Dorothea geborene Adam und sie, 1802 geboren, die Tochter des Johann Friedrich Klopstein und der Johanna Dorothea geborene Herrmann, hatten im Oktober 1842 in Grätz die Ehe geschlossen.
Wann genau und auf welchem Segelschiff sie die Heimat verließen ist uns nicht bekannt. Eingegrenzt werden kann die Abreise auf die Zeit nach Juli 1844, der Geburt ihrer Tochter und vor dem Frühjahr 1852, denn im August dieses Jahres wurde ihr Sohn Johann Paul bereits in Australien geboren.
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Auf der Barge „Hermann von Beckerath“ folgten ihnen Johann Gottlieb Kalms und seine Frau Johanna Auguste geborene Schulz *1826, eine Schwester des o. g. Johann Wilhelm Schulz, mit ihrer 4-jährigen Tochter Auguste. Das Paar hatte im Juli 1844 in Rakwitz geheiratet.
Johann Gottlieb Kalms war im Mai 1845 als Sohn der in Pruszczewo ansässig gewesenen Gastwirthsleute George Friedrich und Anna Maria Dorothea geborene Japke Kalm’schen Eheleute geboren worden.
Die „Hermann von Beckerath“ verließ Bremen im Juli 1847, und erreichte nach 5-monatiger Reise, welche über Rio de Janeiro geführt hatte, im Dezember 1847 Port Adelaide in Süd-Australien.
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Laut Eintragung in der Familiendatenbank „Schmiegel“ war eben diese Familie Kalms, nun aber mit ihren weiteren 4 Kindern, welche in Australien geboren worden waren, im Jahr 1858 noch einmal in der „alten Heimat“. Wann genau sie eintrafen und welches ihre tatsächlichen Beweggründe waren ist nicht mehr bekannt.
Ein denkbarer Grund für diesen Besuch könnte gewesen sein, die Eltern von Auguste Kalms geborene Schulz abzuholen und auch weitere Familienangehörige, welche sich nun ebenfalls zur Auswanderung entschlossen hatten, auf die Reise in die neue „Heimat“ zu begleiten.
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Das Schiff der Reederei Godeffroy, der Segler „Sophie“ unter Kapitän A. Decker verließ am 28. Juni 1858 Hamburg und ging dann am 03. Juli 1858 von Cuxhaven aus auf die lange Überfahrt. Die „Sophie“ erreichte am 21. Oktober 1858 Port Adelaide in Australien.
Anhand der Passagierliste haben wir nachstehende Familien, welche direkt miteinander verwandt waren, zusammengestellt:
Die Familie Johann Gottlieb Kalms und seine Ehefrau Auguste geborene Schulz; sie waren bereits im Jahr 1847 ausgewandert, und hatten sich lediglich mit ihren 5 Kindern für einen „Besuch“ in der Provinz Posen aufgehalten
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Mit an Bord gegangen waren die Eltern bzw. Schwiegereltern des Paares. Der 71-jährige Johann George Schulz und seine 62-jährige Ehefrau Susanne Dorothea geborene Adam.
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Weiter fand sich deren Tochter Johanna Beata Weckert (*1820) geborene Schulz auf der Passagierliste; dieses zusammen mit ihren Kindern Friederike Pauline *1840, Carl August *1842, Johanna Amalie Auguste *1846, Hermann Albert Wilhelm *1849, Friedrich Berthold *1853, Friedrich Wilhelm *1856 und dem im März 1858 geborene Ernst August.
Ihr Ehemann August Carl Weckert folgte der Familie erst mit der Abfahrt vom 04. September 1858 aus Hamburg auf dem Schiff „Dorothea“.
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Johanna Amalie Friederike Neldner geborene Schulz, wiederum eine Tochter von Johann George und seiner Frau Susanne Dorothea, geboren 1830 und ihr Ehemann Johann Wilhelm Neldner, geboren 1822, sowie ihre Kinder Wilhelmine Auguste *1848, Johann Julius *1850, Ernestine Louise Bertha *1854 und Alwine Maria Martha *1857 hatten sich ebenfalls an Bord der „Sophie“ eingeschifft.
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Weiterhin mit an Bord waren die Eheleute Carl Friedrich Kalms *1811 und Henriette Wilhelmine geborene Fengler *1826, mit ihren Kindern Friedrich Wilhelm *1846, Juliane Auguste *1847, Carl Friedrich *1850 und Laura *1856.
Er war ein Bruder des o. g. Johann Gottlieb Kalms.
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Als Reisender in der Kajüte wurde Fr. Erdmann Kalms aus Prauschwitz (Pruszczewo), 17 Jahre *1841 aufgeführt. Er war der Sohn von Emmanuel Friedrich und Anna Elisabeth geborene Roske, somit ein Neffe des Johann Gottlieb Kalms *1816.
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Quellen soweit nicht direkt im Text oder in der Bildbeschreibung genannt: Personenstandsunterlagen Staatsarchivs Poznan (http://szukajwarchiwach.pl/); Passagierlisten www.ancestry.com ; Familiendatenbank Schmiegel



















































































































































































































































































![[12-10-13, VIIIe coupe Gordon-Bennett des sphériques] Hans Berliner sur Metzeler, Mann [co-pilote], Allemagne : [photographie de presse] / [Agence Rol] | Agence Rol. Agence photographique *](http://oledry.pl/wp-content/uploads/2016/10/12-10-13_VIIIe_coupe_Gordon-Bennett_des_...Agence_Rol_btv1b69274533-300x225.jpg)







































































































































































![Die Ansiedlungsbedingungen zu Martini 1704 Quelle: Archiwum Państwowe w Poznaniu – Fond: 973 “Dokumenty wiejskie” [Landdokumenten] sign. 206 http://szukajwarchiwach.pl/53/973/0/#tabZespol](http://oledry.pl/wp-content/uploads/2013/10/Landdokumenten_209_Image00106_tomischler_hauland-1-300x192.jpg)
![Im Nahmen Gottes – Das Privilegium – Quelle: Archiwum Państwowe w Poznaniu – Fond: 1347 “Cechy miasta Nowy Tomyśl” [die Innungen von der Stadt Neutomischel] sign. 1 “C. August II, król polski potwierdza cechowi młynarzy powiatu babimojskiego postanowienia statutowe co potwierdza również Feliks Szołdrski, starosta łęczycki i dziedzic miasta Nowego Tomyśla” http://szukajwarchiwach.pl/53/1347/0/1#tabJednostki](http://oledry.pl/wp-content/uploads/2013/10/Image00002-40-Prozent-300x245.jpg)





















![Das Angebot zum Erwerb eines Krankenpflegeabonnements - Quelle: Quelle: Archiwum Państwowe w Poznaniu – Fond: Akta miasta Nowy Tomyśl [Stadtakten] http://szukajwarchiwach.pl/53/4385/0/1.4/68](http://oledry.pl/wp-content/uploads/2013/04/P1080909-Krankenabonnement-300x267.jpg)



![Unterschrift des Nachtwächters Gustav Wilhelm unter dem Vertrag seiner Beschäftigung als Krankenpfleger - Quelle: Archiwum Państwowe w Poznaniu – Fond: Akta miasta Nowy Tomyśl [Stadtakten] http://szukajwarchiwach.pl/53/4385/0/1.4/68](http://oledry.pl/wp-content/uploads/2013/04/P1080834-Unterschrift-des-Nachtwaechters-Wilhelm-der-zum-Krankenpfleger-befoerdert-wurde1-300x119.jpg)



































































































































In der Neutomischler Lokalzeitung „











Seit dem Mittelalter gehören die Wappen zu den besonderen Vorrechten des Adels. Außer dem hohen und niedrigen Adel hatten aber auch die Städte und Dörfer, ebenso die „Schulzen und Gerichte“ in Polen zur Bekräftigung und größerer Glaubhaftmachung ihrer Schriftstücke das Recht, Wappen und Siegel mit dem entsprechenden Zeichen ihrer Würde zu führen. Man hat im allgemeinen in unserem prosaischen Zeitalter das Interesse für Siegel und Wappenkunde verloren.















„200 Jahre Neutomischel“ – der Artikel wurde im Original von Helmut Stärke für das Jahrbuch der Landsmannschaft Weichsel-Warthe Ausgabe 1983 verfasst und publiziert.

Dieser Text wurde über den Fotograf Georg Enderich in der Vierteljahresschrift „Przeglad Nowotomyski“ 3/11/2009 (Neutomischler Rundschau) veröffentlicht. Die deutsche Version wurde von Gudrun Tabbert überarbeitet.
Bericht des Landrats Rißmann, der in dem Bericht „Wie Neutomischel polnisch wurde. Aus den Schicksalstagen der Provinz Posen 1918/19“ von P. Paetzold im Jahr 1928 veröffentlicht wurde. Er hat die Lage kurz vor und nach der Übernahme durch die polnischen Aufständigen am 2/3, Januar 1919 beschrieben.


Dieser Artikel wurde in der Vierteljahreszeitschrift ‚PRZEGLĄD NOWOTOMYSKI‘ 2/6/2008. (Neutomischel’s Rundschau – die Ausgabe 2/6/2008 – am 10.08.2008) veröffentlicht. Die Überschrift wurde ausgewählt von Herrn Dr Boguslaw Wojcieszak, dem Redakteur der Vierteljahreszeitschrift „Przegląd Nowotomyski“. Durch seine Initiative wurde dieser Beitrag dann unter dem von ihm gewählten Titel veröffentlicht.





Der Text des Privilegs der Stadt Neu Tomischel datiert vom 18 Februar 1788. In dem Büchlein „Kurzgefasste Chronik der Stadt Neutomischel – ein Gedenkblatt zur Jubliläumsfeier des Hundertjährigen Bestehens der Stadt zusammengestellt von Th. (Theodore) Stroedicke – Vorsteher der gehobenen Knabenschule, findet sich bezüglich des Privilegs der Stadt Nowy Tomischel folgender Hinweis: „Genanntes Privilegium befindet sich in der Uebersetzung des George Wilhelm Behr, Orzeczkowo, vom 26. Januar 1801 im Besitze der Stadt und mag seiner Wichtigkeit halber auch an dieser Stelle wörtlich Platz finden.“ Es wurde nicht näher darauf eingegangen, aus welcher Sprache es denn übersetzt wurde bzw. in welcher Sprache das Original abgefasst worden.